Nach dem Erhalt eines Hinweises über ein verstecktes Lagerhaus, welches sich mit dem Verkauf von gefälschten Filtern diverser Marken im Aftermarket beschäftigt, wurden mehrere synchronisierte Ermittlungen durchgeführt und die Hinweise vor Ort kontrolliert. Hiermit wurde das Öffentliche Sicherheitsbüro (PSB) nach den privaten Ermittlungen verschiedener betroffener Markeneigentümer aus dem Automobil-Sektor beauftragt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass noch zwei weitere Lagerhäuser beteiligt sind. Bei den folgenden sogenannten *Raids* beschlagnahmten die Beamten des öffentlichen Sicherheitsbüros (PSB) 20.458 gefälschte Filter unterschiedlicher Filterhersteller.

Der Händler gestand aufgrund der Untersuchungen der PSB die illegalen Tätigkeiten. Der Fall wird aktuell weiter untersucht. Im Hinblick auf die oben genannten Ergebnisse war es unter anderem auch für MAHLE eine weitere erfolgreiche Aktion gegen Produktpiraterie und ein Zeichen der Verbundenheit mit anderen Unternehmen im Kampf gegen illegale und oft auch die Sicherheit gefährdende Produktkopien.

Bei einer Großrazzia in Dubai, wurden erneut größere Mengen an gefälschten Autoteilen gefunden. Die Razzia wurde von einem bekannten Automobilhersteller beauftragt. Alle Teile sollten im lokalen Markt verkauft werden. Neben weiteren Produkten wurden 18.000 Ölfilter gefunden, die mit MAHLE bedruckt waren. Das - illegale Ware transportierende - Unternehmen ist in diesem Jahr das zweite Mal auffällig und wechselte die Produkte und die verkaufte Marke nach der ersten Ermittlung im Frühjahr diesen Jahres. Der zugehörige Importeur scheint ein Wiederholungstäter zu sein. Er ist aktuell unter Beobachtung.

Um aktiv gegen Produktpiraterie vorzugehen, hat die WCO (World Customs Organization) eine weitere Zollschulung in Afrika organisiert - in Uganda.  Über 30 Zollmitarbeiter nahmen an der Schulung teil und verfolgten sie mit großem Interesse. Der Zoll ist sehr daran interessiert, MAHLE bei zukünftigen Geschäftstätigkeiten und Beschlagnahmungen zu unterstützen. Er wird MAHLE in Zukunft über alle gefälschten Waren informieren, die unsere Schutzmarken tragen und in- bzw. über Uganda importiert werden.

Zahlreiche Fälschungen auf dem afrikanischen Markt waren Grundlage für eine von der WCO (World Customs Organization) organisierten Zollschulung in Mombasa, Kenia. Nach der Thematisierung der Fälschungsproblematik und möglichen Herangehensweisen präsentierten verschiedene Unternehmen ihre Maßnahmen gegen Produktpiraterie. Über 60 Zollmitarbeiter aus 13 Ländern wurden in der zweitägigen Schulung auf das Identifizieren von Marken- und Produktfälschungen  spezialisiert. Wie schon bei anderen Zollschulungen wurden die Informationen und Beispiele von den Zollbeamten sehr interessiert aufgenommen und können jetzt bei den folgenden Zollaktionen umgesetzt werden- ein erster Schritt für MAHLE zum Schutz unserer Kunden vor den Risiken der Plagiate in Afrika. Anhand von Fälschungsbeispielen sowie Originalen wurden die MAHLE Schutzmerkmale an den Verpackungen sowie weitere Fälschungsindizien veranschaulicht. Insgesamt waren die Zollschulungen ein großer Erfolg.

Nur wenige Tage nach den Schulungen wurde uns eine Grenzbeschlagnahme zu MAHLE Zylindern in einem an der Zollschulung teilgenommenen Land gemeldet. Die Teile wurden als Fälschungen identifiziert. Aktionen gegenüber dem Exporteur wurden gemäß den Gesetzesvorgaben gestartet.

Nach längerer Ermittlung wurden bei verschiedenen fast zeitgleich durchgeführten Razzien gefälschte MAHLE und Knecht Luft- und Ölfilter durch das öffentliche Sicherheitsbüro  (PSB=Public security bureau) sichergestellt. Trotz Gegenwehr der Besitzer konnten sich die Beamten mit Hilfe unserer geschulten Ermittler ein umfassendes Bild machen und weitere Schritte einleiten. Nach Abschluss der Ermittlung werden die Teile zerstört..

Nach diversen Ermittlungen verschiedener Automobilzulieferer konnte auch im Mittleren Osten ein Großer Erfolg im Kampf gegen Plagiate verzeichnet werden. An beiden Standorten bestätigten die dort lebenden Arbeiter dass die sich dort befindlichen Teile umgepackt werden und es sich um No-name Produkte handelt, die vor Ort gebrandet werden. Es wurden verschiedene Marken sichergestellt- ein Millionen-Schaden für die betreffenden Markeneigentümer. Die Arbeiter wurden vorläufig inhaftiert und gegen den Eigentümer läuft ein Verfahren. MAHLE ermittelt gegen den Lieferanten sowie weitere benannte Beteiligte.

Um ein Höchstmaß an Fälschungssicherheit zu gewährleisten, optimieren wir seit Dezember 2016 die Verpackungen unserer neuen Produkte mit dem Universal Product Code (UPC). Mit diesem 12-stelligen Strichcode ist das jeweilige Produkt eindeutig nach Hersteller und Produktklassifizierung zu identifizieren. Für eine Übergangszeit sind daher zwei Versionen unserer Sicherheitsetiketten im Umlauf – mit und ohne UPC.