100 Jahre Entwicklergeist

MAHLE bewegt Menschen – seit 100 Jahren

Wir schreiben das Jahr 1920. Die wilden Zwanziger Jahre beginnen. Der Auftakt für ein spannendes Jahrzehnt, in dem Charles Lindberg über den Atlantik fliegt, Albert Einstein den Nobelpreis erhält, Mahatma Ghandi seinen gewaltfreien Protest beginnt, die Deutsche Luft Hansa AG gegründet wird, der Nürburgring seinen Betrieb aufnimmt. Und in Bad Cannstatt legen zwei Brüder den Grundstein für einen Weltkonzern: Ernst und Hermann Mahle entwickeln Produkte, die zu Bestsellern werden und den Ruf des heutigen Weltkonzerns als Innovationsschmiede begründen.

Seitdem hat sich MAHLE zu einem der 20 größten Automobilzulieferer weltweit mit rund 80.000 Beschäftigten und zum Wegbereiter für die effiziente Mobilität von morgen entwickelt. Unsere innovativen Lösungen setzen weiter neue Standards im Bereich der alternativen Antriebe sowie bei der Optimierung der Verbrennungsmotoren.

Was uns dabei antreibt? Wir wollen, dass Menschen effizient und komfortabel von A nach B kommen. Gemeinsam mit der Industrie, der Politik und der Gesellschaft haben wir dabei die großen Herausforderungen unserer Zeit im Blick. Wir sind der Gestalter einer nachhaltigen Individualmobilität und als Stiftungsunternehmen übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung.

Heute und in Zukunft. Für kommende Generationen. In den nächsten 100 Jahren.

Wir werden weiter wachsen und ein innovatives und attraktives Unternehmen für unsere Mitarbeitenden und Partner sein. So gestalten wir die nächsten 100 Jahre der Mobilität.
Dr. Jörg Stratmann
CEO des MAHLE Konzerns

Unsere Meilensteine im Überblick

1920
Der Beginn einer Erfolgsgeschichte
Hellmuth Hirth entwickelt in Stuttgart Zweitaktmotoren und braucht kaufmännische Unterstützung. Am 1. Dezember 1920 nimmt Hermann Mahle seine Tätigkeit auf. Dieser Tag gilt als Geburtstag des MAHLE Konzerns.
1922
Die Mahle-Brüder arbeiten zusammen
Das Unternehmen spezialisiert sich auf Leichtmetallkolben. Rund 40.000 Kolben haben die inzwischen 200 Mitarbeiter seit der Gründung bereits produziert. Doch es gibt technische Probleme. Hermann Mahle bittet seinen Bruder Ernst, als Ingenieur mitzuarbeiten.
1929
Filter verlängern Kolbenleben
Je anspruchsvoller die Motoren, desto mehr müssen die Kolben leisten. Die Straßen sind selten asphaltiert, Staub schadet den Kolben. Ernst Mahle beschließt Luft- und Ölfilter zu entwickeln.
1930
Der legendäre Ringträgerkolben
Der frühzeitige Verschleiß bei den Leichtmetallkolben bereitet weiter Probleme. Die Lösung ist der von Ernst Mahle entwickelte Ringträgerkolben. Die Technik wird bis heute breit angewendet.
1933
Das Unternehmen wird zu MAHLE
Seit 1933 sind die Brüder Mahle alleinige Gesellschafter des Unternehmens; 1938 wandeln sie es in eine KG um, die ihren Namen trägt: MAHLE. Als Logo wird der bis heute nahezu unveränderte Schriftzug eingeführt.
1940
Diktatur. Rüstung. Krieg.
Die Produktion wird auf „wehrwirtschaftlich besonders vordringliche Zwecke" ausgerichtet. Die Zahl der Mitarbeiter steigt bis 1944 inklusive Fremd- und Zwangsarbeitern auf über 6.000.
1945
Neuorientierung nach dem Krieg
Nach dem Krieg sind 60 Prozent der Unternehmenssubstanz verloren. Ernst Mahle geht nach Brasilien und gründet dort eine Kolbenfertigung. In Deutschland weicht MAHLE auf Reparaturkolben, Leiterwagen und Küchengeräte aus.
1964
Stiften für das Gemeinwohl
Die Mahle-Brüder bringen ihr Unternehmen in eine Stiftung ein. Förderschwerpunkte sind Gesundheit & Pflege, Bildung & Erziehung, Landwirtschaft & Ernährung sowie Kunst & Kultur. Größtes Förderprojekt ist bis heute die Filderklinik nahe Stuttgart.
1971
Abschied von den Mahle-Brüdern
Rund 50 Jahre nach der Gründung scheiden die Mahle-Brüder aus dem Unternehmen aus. Sie können auf ein großes Lebenswerk zurückblicken: MAHLE erwirtschaftet mit über 6.000 Mitarbeitern einen Umsatz von über 400 Millionen DM.
1972
Comeback der Filtersparte
Dank einer maßgeblichen Beteiligung an den Knecht Filterwerken kann MAHLE seine Produktpalette wieder um den Bereich Filter ergänzen, der 1941 kriegsbedingt aufgegeben werden musste. Aufgrund der damit verbundenen Option zum Systemanbieter entwickelt er sich schnell zu einer tragenden Säule des Konzerns.
1975
MAHLE wird international
Zwar arbeitet MAHLE mit internationalen Lizenznehmern zusammen, eigene Werke im Ausland kann man aber nicht aufweisen. 1975 wird ein erstes Werk in den USA gegründet, 1978 in Brasilien.
1991
Der Weg zum Systempartner
MAHLE entwickelt sich vom Komponentenhersteller zum Entwicklungspartner für Systeme und Module. Neben Kolben und Motorkomponenten sowie Filtersystemen werden nach der Übernahme der Unternehmen J. Wizemann im Jahr 1991 und Pleuco im Jahr 1994 auch Ventiltriebsysteme gefertigt.
1997
Erste Werke in Asien
Ein Joint Venture in Indien markiert 1997 den Aufbruch nach Fernost. Größere Schritte sind die Akquisition von Izumi 1999 und die von Tennex in Japan 2001. MAHLE steigt damit zum weltweit größten Anbieter von Filtersystemen auf. In den Folgejahren wird die Präsenz in Asien stark ausgebaut.
2000
Entwicklungspartner der OEMs
Mexiko, Brasilien, Indien, Polen, Italien, Südkorea und Japan waren die wesentlichen Neugründungen und Akquisitionen der neunziger Jahre. Im neuen Jahrtausend geht es rasant weiter. MAHLE wird zum weltweit agierenden Konzern, der zur Spitze der Automobilzulieferindustrie zählt.
2003
Der erste MAHLE Komplettmotor
Der in seiner Gesamtarchitektur völlig neue, hochdrehende Viertakt-Reihenmotor in Aluminiumbauweise demonstriert eindrücklich: MAHLE fertigt mehr Motorkomponenten und Module als jeder Motorenhersteller.
2005
Downsizing-Demonstrator setzt Maßstäbe
MAHLE erwirbt den Motorenhersteller Cosworth Technology – heute MAHLE Powertrain. Zwei Jahre später – im Jahr 2007 – dokumentiert der Konzern mit einem Downsizing-Konzept seine Systemkompetenz: halber Hubraum, gleiche Leistung bei 30 Prozent weniger CO2-Emissionen.
2010
MAHLE + Behr = Mehr
Motorkühlung und Klimatisierung sind wichtige Zukunftsthemen – und Behr der ideale Partner. MAHLE wird nach und nach Mehrheits­gesellschafter. Erstes gemeinsames Projekt, das beispielhaft belegt, welches Potenzial in der Übernahme steckt, ist ein Luftansaugmodul mit integrierter indirekter Lade­luftkühlung. 2013 wird MAHLE Behr mit seinen 17.000 Mitarbeitern und 38 Produktions­standorten zum neuen Geschäftsbereich Thermomanagement.
2013
Frischluft für die Brennstoffzelle
MAHLE wird zum ersten Mal Serienlieferant für einen Brennstoffzellen-Pkw und liefert Luftansaugmodule und Ionentauscher an einen großen asiatischen Hersteller. Seitdem baut MAHLE seine Kompetenz für Komponenten und Systeme für die Brennstoffzelle konsequent aus.
2014
Produktionsstandorte weltweit
2014 werden so viele Werke wie noch nie in einem Jahr eröffnet und gebaut. MAHLE verfügt jetzt über 140 Produktionsstandorte. Rund 20 Prozent der insgesamt über 66.000 Mitarbeiter arbeiten in Asien und rund 30 Prozent in Nord- und Südamerika.
2015
Mit dualer Strategie in die Zukunft
MAHLE treibt neben der Optimierung des Verbrennungsmotors die Entwicklung alternativer Mobilitätskonzepte voran. Für den Ausbau der Mechatronik-Aktivitäten stehen die Übernahmen von Letrika und Kokusan Denki und mit Nagares folgt 2017 der Einstieg in die Fahrzeugelektronik.
2017
Konzeptfahrzeug MEET beeindruckt
In 16 großen F&E-Zentren arbeiten über 6.000 Entwicklungsingenieure und Techniker an innovativen Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Mit der MEET-Studie zeigt MAHLE eindrucksvoll, wie urbane Mobilität aussehen kann: hoch effizient, elektrisch und zu alldem erschwinglich.
2018
Entwicklungspartner und Lieferant für Brennstoffzellen-Truck
MAHLE und Nikola werden Partner: Für die Brennstoffzelle, die Traktionsmotoren, die Leistungselektronik und die Batterie werden jeweils Kühlsysteme mit allen relevanten System­komponenten von MAHLE entwickelt und produziert. Auch das Klima­system für die Fahrerkabine kommt von MAHLE.
2019
E-Fahrzeuge intelligent laden
Das MAHLE Corporate Start-up „chargeBIG“ entwickelt ein intelligentes Lademanagementsystem für Dauerparker, das sich kostengünstig und ohne langwierige Umbauten in die vorhandene Infrastruktur integrieren lässt. Es können zahlreiche Aufträge gewonnen werden.
2020
Neuer Geschäftsbereich Elektronik und Mechatronik
Mit der Überführung der Division Mechatronik in einen neuen Geschäftsbereich und der Zusammenführung mit den Produktfeldern Kompressoren und Pumpen baut MAHLE seine strategische Ausrichtung auf alternative Antriebstechnologien weiter aus.
1920
2020