MAHLE Ölfilter: Viel Erfahrung für viele Autos und Motoren

Schon lange fertigt MAHLE hochwertige Ölfilter für viele große Automobil- und Motorenhersteller – und natürlich produzieren dieselben Maschinen gleichwertige Filter für den Aftermarket. So viel Qualität bringt klare Vorteile: Sie sorgt für zuverlässige Funktion, einen gut geschützten Motor und zufriedene Kunden. Allerdings steigt die Typen-Vielfalt ständig an, da neue Motorenarchitekturen immer weniger Platz im Motorraum lassen. Die Anwendungsbereiche reichen von Benzin- und Dieselmotoren für Pkw und Nutzfahrzeuge über Motorradmotoren bis zu Kleinmotoren. Weil die optimale Schmierung der Lager in all diesen Motoren extrem wichtig ist, schreiben alle Fahrzeughersteller vor, den Ölfilter regelmäßig zu wechseln.

Unsere Ölfilter werden ganz schön gefordert

Downsizing (wachsende Motorleistung oder schrumpfende Motorgröße), der Einsatz von Turboladern, Start-Stopp-Technik, neue Treibstoffe wie E10 oder Biodiesel – die Anforderungen an das Motoröl und den Ölfilter wachsen ständig. Außerdem werden die Ölwechsel-Intervalle immer länger – auch aus Gründen des Umweltschutzes. Das bedeutet, die Ölfilter müssen immer mehr leisten und bis zu 50.000 km lang zuverlässig alle Schmutzpartikel aussieben. Gleichzeitig sollen sie dem Öl wenig Widerstand bieten sowie kleiner und leichter werden. Keine einfache Aufgabe. Nur beste Materialien und Faltengeometrien können diesen Anforderungen gerecht werden. Die Falten erzeugen eine große Oberfläche, die der Filter benötigt, um reichlich Schmutz aufzunehmen und einen ausreichenden Öldurchfluss zu gewährleisten.

Wenn das Öl in kalten Wintern besonders dickflüssig oder der Filter stark zugesetzt ist, wird es schwierig. Beim Starten des Motors erzeugt das kalte Öl bis zu 20 bar Druck und fließt sehr langsam durch den Filter. In diesem Fall wird ein Überdruckventil benötigt, das dem Öl seinen Weg zum Motor freigibt. Ein weiteres Ventil sorgt dafür, dass der Filter bei jedem Neustart des Motors mit frischen Öl gefüllt ist: das Rücklaufsperrventil.

1.) Gehäuse:

  • ausreichende Materialstärken sorgen für Druckfestigkeit
  • Pulverbeschichtung als widerstandsfähiger Korrosionsschutz vermeidet Undichtigkeiten
  • definierte Lösegeometrien erleichtern die Demontage auch bei engen Bauräumen

2.) Feder:

  • saubere Positionierung des Einsatzes im Gehäuse verhindert Bypässe an den Schnittstellen

3.) Umgehungsventil:

  • definierter Öffnungsdruck abgestimmt auf die jeweiligen Motoranforderungen
  • Sicherstellung der Ölversorgung auch bei Kaltstartphasen oder bei bereits verstopftem Filter
  • Elastomerdichtung in geeigneter Qualität abgestimmt auf die Temperaturanforderungen

4.) Innenzarge:

  • verhindert ein Kollabieren des Einsatzes
  • stützt das Medium und hält es in der richtigen Form

5.) Filterelement:

  • Faltung vergrößert die Oberfläche und damit die Schmutzaufnahmekapazität
  • chemische und thermische Beständigkeit des Mediums sichern eine lange Lebensdauer
  • geeignete Faltengeometrie minimiert den Differenzdruck
  • feste Endverbindungen der Falten durch Klipps oder Klebstoff verhindern Bypässe
  • Prägung im Papier sichert den Faltenabstand und vermeidet Faltenblockbildung
  • Einsatz von Medien mit verschiedenen Spezifikationen sorgt für flexible Anpassung an die jeweiligen Anforderungen der Automobilindustrie

6.) Rücklaufsperrventil:

  • verhindert das Leerlaufen des Filters nach Abschalten des Motors
  • nach Neustart steht sofort Öl zur Schmierung des Motors bereit
  • keine Verzögerung beim Aufbau des Öldrucks
  • Elastomerdichtung in geeigneter Qualität abgestimmt auf die Temperaturanforderungen

7.) Deckscheibe:

  • passendes Gewinde und Wölbung sorgen für optimalen Anschluss an den Motorflansch
  • korrekt ausgeformter Dichtungssitz bietet der Flanschdichtung Halt

8.) Abdichtung:

  • Flanschdichtung in geeigneter Ausformung sichert Abdichtung über das komplette Wechselintervall
  • Materialauslegung in Abhängigkeit von den Anforderungen an chemische und thermische Beständigkeit
  • Kein Ablösen des Filters durch im Fahrbetrieb auftretende Vibrationen

Selbstverständlich sollte jeder Ölfilter das alte verschmutzte Öl vom frisch gefilterten trennen – dafür sind hochwertige Dichtungen und passgenaue Anschlussteile erforderlich. Außerdem muss der Filter sorgfältig montiert sein.

Wie das Öl durch den Filter fließt

1. Gehäuse

2. Überdruckventil

3. Rücklaufsperre

4. Schmutzseite

5. Reinseite

Werkstoffe: Für die Sicherheit von Mensch, Motor und Umwelt – nur das Beste

Die Entwicklung neuer Bauweisen und das Verarbeiten innovativer Werkstoffe mit modernster Technik stehen bei MAHLE auf der Tagesordnung. Beispielweise verschweißen wir per Ultraschall eine Lage Kunststoffvlies mit einer Lage Papier. Dafür haben wir extra eine hochmoderne Anlage in St. Michael (Österreich) eingerichtet.

Zudem fertigt MAHLE seit neuestem die Gehäuse von Ölfiltermodulen aus Kunststoffen. Die Bauteile unterscheiden sich von den bisherigen Aluminiumgehäuse durch einfache radiale O-Ring-Dichtungen statt axialer Dichtkonzepte. Die ölführenden Kanäle haben geringe Querschnitte und die Verschraubung erfolgt ohne direkten Kraftfluss auf den Kunststoff. Das Resultat: 5 bis 15 Prozent weniger Gewicht - und somit weniger Kraftstoffverbrauch.

Forschung und Entwicklung für die Werkstatt: Damit Sie auch in Zukunft sichere Produkte verbauen

Sprunghafte Entwicklung: Neue Materialien und Strukturen

Lange war der Inhalt eines Ölfilters relativ einfach aufgebaut: Mit Harzen imprägniertes Papier (Zellulose) in der richtigen Dicke und Dichte wurde clever gefaltet und in einem Metallzylinder untergebracht. Die Anforderungen an das Filtermedium haben sich allerdings geändert. Die neue Motorentechnik führt zu hohem Öldruck und einer starken Nitration des Öls – und diese lässt Zellulose schnell altern. Sie wird spröde und kann dann keinen Schmutz mehr binden. Die Lebensdauer des Filters soll jedoch steigen. Deshalb kommen heute neue Materialien wie Glasfasern oder Hochleistungs-Kunststoff-Fasern zum Einsatz.

Diese Kunststoff-Fasern, die in zwei Lagen aufgebracht sind, funktionieren wie folgt: Eine Lage filtert, die andere stützt und widersteht dem hohem Druck. Ein solcher Ölfilter lebt sieben Mal länger als einer aus Zellulose, nimmt sehr viel mehr Schmutz auf, hat dieselbe Durchlässigkeit und vermeidet Faltenblockbildung.

Robuste Entwicklung: Hydraulik-Wechselfilter und Filtereinsätze

MAHLE Hydraulik-Wechselfilter und Filtereinsätze

In Hydrauliksystemen herrscht hoher Druck – bis zu 40 bar. Dafür braucht man spezielle Hydraulik-Wechselfilter mit dicker Wand und stabiler Endscheibe. Oft verzichtet man auch auf den Lösevielkant, um eine noch höhere Pulsationsfestigkeit zu gewährleisten. Da das Hydrauliköl andere Bestandteile aufweist, verbaut MAHLE auch bei den Filtereinsätzen nur extrem robuste Materialien, beispielsweise spezielle Vliese.

Integrierte Innovation: Ölfilter- und Ölkühlmittelmodule

MAHLE integriert immer mehr Funktionen in seine Ölfiltermodule: die Ölnebelabscheidung, Öldruck- oder Kurbelgehäusedruck-Regulierung und Druck- oder Temperatursensoren sowie Ölkühler. Diese kompletten Ölfiltermodule sind heute bei Nutzfahrzeugen immer öfter im Einsatz. Inzwischen gibt es einen Ölfiltermodul-Baukasten mit vielen Gleichteilen, was die Anpassung an viele Fahrzeugtypen ermöglicht. Und die Hersteller schätzen MAHLE als Partner bei der Entwicklung ihres Ölmanagements. Immer öfter gestalten unsere Ingenieure die Ölfilter-Gehäuse so, dass sie als Stütze für andere Komponenten dienen, etwa das Ladeluftrohr. Wenn dann noch Ölthermostat, Kühlmittelthermostat sowie Kühlmittelpumpe eingebaut sind, spricht man von einem Ölkühlmittelmodul. Es spart Gewicht und bietet mehr Sicherheit durch weniger Anschlüsse, deshalb wird es bei schweren Nutzfahrzeugen immer beliebter.

Patentierte Innovation: Der Pin von MAHLE

Dank dem MAHLE Pin fließt das Restöl im Filtergehäuse beim Ölfilterwechsel fast vollständig durch eine Bohrung in die Ölwanne. Altöl wird so komplett gegen neues ausgetauscht, und beim Einsetzen des neuen Filterelements läuft kein Öl mehr aus dem Gehäuse. Da jeder neue MAHLE Ölfilter ebenfalls einen Pin aufweist, wird die Bohrung wieder passgenau verschlossen – der Ölkreislauf bleibt stabil. Die Montage ist ganz einfach: Am Boden des Filtergehäuses befindet sich eine wendelförmige Führung, ähnlich wie bei einer Murmelbahn. Durch das Festdrehen des Deckels gleitet der Pin über diese Führung bis zur Bohrung, rastet dort ein und verschließt sie.

Umweltfreundliche Innovation: Prämierte Öko-Ölfiltereinsätze

MAHLE Öko-Filtereinsätze optimieren den Recyclingprozess der Ölfilter. Sie bestehen aus zwei leicht trennbaren Teilen: Einem Gehäuse, das immer am Fahrzeug bleibt und einem Filtereinsatz, der schnell ausgetauscht werden kann. Dieser Einsatz ist aus Filterpapier oder umweltverträglich veraschbaren Kunststoffen gefertigt. Er wird bei der Inspektion ausgewechselt und in Müllverbrennungsanlagen mit Wärmegewinn verbrannt – übrig bleibt tatsächlich nur ein Häufchen Asche.