MAHLE Kolbenringsätze: Kolbenringe, die dicht halten

Kolbenringe made by MAHLE finden sich in allen führenden Fahrzeugmarken weltweit. Gemeinsam mit den Motorenherstellern entwickeln und erproben MAHLE Ingenieure die optimale Ringbestückung für die Kolben neuer Aggregate. Denn Kolben, Kolbenringe und Zylinderwand müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, damit der Motor lange optimal funktioniert.

Unsere Kolbenringe werden ganz schön gefordert

Über 2.000 °C Hitze, bei Dieselmotoren mehr als 200 bar Druck und Reibung – das sind die Arbeitsbedingungen für Kolbenringe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Kolbenringe über den gesamten Umfang an der Zylinderwand anliegen, selbst wenn der Zylinder geringfügig von seiner idealen Form abweicht. Durch die hohen Massenkräfte und Verbrennungsdrücke sowie die stark verschleißende Beanspruchung müssen Kolbenringe hohen Ansprüchen in Hinsicht auf den Kolbenringwerkstoff (Festigkeit/Warmfestigkeit) sowie die Oberflächengüte und die Formgebung genügen.

Der Stoff, aus dem Kolbenringe gemacht sind

Werkstoffe: Für die Sicherheit von Mensch, Motor und Umwelt – nur das Beste

Bei neueren Motoren mit höheren Literleistungen steigt natürlich die Belastung für die Ringe. Gleichzeitig müssen sie immer kleiner ausfallen, um Gewicht zu sparen, die Reibung zu minimieren und den Verbrauch sowie die Gasannahme des Motors zu verbessern. Modernste Kolbenringe sind teilweise so dünn wie ein Blatt Papier. Deshalb nutzt MAHLE hochwertigen Stahl aus Guss mit Graphiteinlagerungen oder Sphäroguss oder gewickelten Walzstahl-Profilformen.

Zusätzlich ist die gesamte Oberfläche oft mit Zinn oder Phosphat beschichtet. Außerdem vergütet MAHLE die Laufflächen mit einer 100-200 µm dünnen Nitrit-, Chrom-; Chromkeramik-, Multilayer- oder Molybdänschicht. Winzige Poren oder Riefen in der superharten Oberfläche nehmen Öl auf und sorgen für die nötige Schmierung. Aber auch wenn diese fehlt, hält das Material noch eine ganze Weile durch.

Für jeden Kolben der ideale Ringsatz

Wir bieten Ihnen verschiedene Ausführungen von Kolbenringsätzen – in Erstausrüstungsqualität oder speziell für gelaufene Motoren, um Kompressionsverluste zu verringern und den Ölverbrauch zu normalisieren. Sie bekommen von uns Kolbenringsätze für nahezu alle Pkw-Otto- und -Diesel-Motoren sowie Nfz-Diesel-Motoren im Durchmesser 60 bis 160 mm.

Es ist unbedingt auf die TOP-Kennzeichnung zu achten. Bei TOP-gekennzeichneten Ringen sind diese mit der Kennzeichnung nach oben in Richtung Kolbenboden einzubauen.

Der MAHLE „N“-Kolbenringsatz bietet Ihnen die Kolbenringe, die auch in der Erstausrüstung verbaut werden. Die MAHLE „V“- Kolbenringsätze sind speziell für den Einsatz bei gelaufenen Motoren entwickelt worden.

Forschung und Entwicklung für die Werkstatt: Damit Sie auch in Zukunft sichere Produkte verbauen

Innovative Entwicklungen: PVD-Nanotechnologie

Für den Rennsport entwickelten MAHLE Ingenieure ein Verfahren zur Kolbenring-Beschichtung, das jetzt auch in die Serie einfließt: Die Nanotechnologie PVD (Physical Vapour Deposition). Dabei dampfen sie im Hochvakuum mehrere Schichten diamantartigen Kohlenstoff auf den Stahl auf. Das macht die Laufflächen glatter und widerstandsfähiger, sodass die Ringe noch dünner gestaltet sein können.

Es gibt gleich zwei Möglichkeiten, Kolbenringe zu optimieren. Beim NanoBium-Vakuum-Bedampfen bringt man bis zu 6:000 Schichten CrN- und Nbn-Keramik auf, was dann eine nur 60 µm dünne Auflage ergibt. Die Alternative heißt CeramSlide: Hier werden freie amorphe Kohleteilchen in eine Keramikoberfläche mit ca. 30 nm kleinen Körnchen eingebettet. Das ist wirklich sehr klein, z. B. Baustahl-Körner sind tausendmal größer.

Beide Verfahren wurden erst kürzlich zur Serienreife gebracht. Doch im MAHLE Tech Center steht der Fortschritt nie still – jetzt erforscht man, ob und wie sich ultrafeste Kohlenstoff-Nanoröhrchen in Kolben und Lagern nutzen lassen.

Ringsatz mit PVD-beschichtetem Kompressionsring, Nasen-Minuten-Ring und 3-teiligem Ölabstreifring.


Kolbenringmontage [PDF; 2405 KB]
Einbauempfehlungen [PDF; 180 KB]