MAHLE Zylinderlaufbuchsen: Eine exakt runde Sache

MAHLE entwickelt und erprobt seine Zylinderlaufbuchsen in enger Zusammenarbeit mit allen internationalen Motorenherstellern. Dabei hat jeder Kunde ganz eigene Vorstellungen, was die Art oder Härte der Legierung betrifft. Aber alle erwarten von MAHLE eine möglichst exakte Fertigung unter Einhaltung minimaler Toleranzen – was sie dank gut ausgebildeter Mitarbeiter, CNC-gesteuerter Maschinen und permanenter Qualitätsüberwachung auch geliefert bekommen. Genau wie die Instandsetzungsbetriebe des Aftermarkets.

Unsere Zylinderlaufbuchsen werden ganz schön gefordert

Zylinderlaufbuchsen sind extremen Temperaturen, stark wechselnden Drücken und ständiger Reibung ausgesetzt. Mit jeder Motorengeneration wächst die Belastung. Dennoch halten die Zylinderlaufbuchsen diesen Bedingungen stand. Denn MAHLE fertigt sie aus sorgfältig gegossenem und abgekühlten Eisen- oder Aluminiumlegierungen. Damit sie perfekt rund sind, werden sie anschließend äußerst präzise gehont. Dadurch ist die Oberfläche einerseits so fein, dass Kolben und Kolbenringe ganz leicht darüber gleiten können. Anderseits ist sie rau genug, um Motorenöl aufzunehmen, das einen perfekten Schmierfilm bildet.

Die Stoffe, aus denen Assemblies (montierter Kolben und Zylinderlaufbuchse) gemacht sind

Werkstoffe: Für die Sicherheit von Mensch, Motor und Umwelt – nur das Beste

MAHLE setzt legierte Gusseisen und Aluminium als Basis-Werkstoffe für Zylinderlaufbuchsen ein. Dabei wird das Gusseisen mit Phosphor legiert und mit Lamellengraphit veredelt. Weitere Legierungselemente können Chrom, Nickel, Molybdän oder Mangan sein. Sie verfestigen die Oberfläche und reduzieren so den Verschleiß z. B. durch die Bildung von Bainit und feinstem Perlit.

Verschiedene Arten von Zylinderlaufbuchsen verlangen ganz spezielle Werkstoffe. Beispielsweise gibt es Buchsen, die direkt bei der Herstellung mit in den Alu-Motorblock eingegossen werden. Oder solche, die man in Motorblock-Bohrungen einpresst. Andere setzt man mit Dichtungen ins Kurbelgehäuse ein, damit sie vom Kühlmittel umspült werden. Und dann fertigt MAHLE auch noch Rippenzylinder für luftgekühlte Motoren.

Je nach Anwendung kommt die immer optimale Werkstofflegierung zum Einsatz. Sie wird jeweils in großen Schleudergusskesseln geschmolzen und dann in einem genau definierten Prozess abgekühlt. Danach wandern die Rohlinge auf die erste Drehmaschine, bevor sie wieder bei 600 °C viele Stunden lang glühen. Das baut Spannungen im Material ab und sorgt für ein homogenes Gefüge. Billiganbieter sparen sich das teure Glühen, aber MAHLE riskiert keinen Verzug. Übrigens: Große Zylinderlaufbuchsen, etwa für die riesigen Motoren von Containerschiffen, müssen nach dem Schleuderguss mehrere Tage abkühlen.

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Ein Blick in unsere Gießerei