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MAHLE Logistikzentrum in St. Michael

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Stuttgart, 14. September 2010 – Das neue MAHLE Logistikzentrum in St. Michael in Österreich sichert die termingenaue Versorgung des europäischen Aftermarkets mit MAHLE Original und Knecht Filtern. Ein Hightech-Hochregallager mit 38.700 Palettenstellplätzen ist die Basis für die lückenlose Logistikkette.

Der sich laufend verändernde Fahrzeugbestand in Europa erfordert die stetige Erweiterung des Filtersortiments. Gleichzeitig optimiert der Handel permanent seine Lagerhaltung. Dadurch wird die Logistikleistung des Kfz-Teile-Herstellers zu einem der wichtigsten Faktoren der Produktverfügbarkeit.

Nach nur elf Monaten Bauzeit hat MAHLE das neue Logistikzentrum in St. Michael, zentral im österreichischen Bundesland Kärnten gelegen, im Februar 2010 als Filter-Versorgungszentrum für den europäischen Aftermarket eingeweiht. Der Inbetriebnahme der 117 Meter langen, 45 Meter breiten und 33 Meter hohen Halle ging ein kompromissloser Optimierungsprozess voraus: Die bisherigen Außenlager wurden aufgelöst und ins neue Zentrum integriert. Um intern noch kürzere Wege zu schaffen, wurde eine Lkw-Direktverladung aus dem Hochregallager eingerichtet. Auch werden die MAHLE Aftermarket Regionallager zeitsparend nun direkt von St. Michael aus beliefert. Diese neue lückenlose Logistikkette von der Fertigung über das Hochregallager bis zum Versand gewährleistet den optimalen Materialfluss unter effektiver Lagerhaltung von Halbfabrikaten und Fertigware. Durch die erhöhte Lagerkapazität werden auch Bewegungsspitzen sicher bewältigt – heute, morgen und übermorgen: Denn künftige mögliche Erweiterungen wurden bereits in der Planung berücksichtigt.

Optimierte Ein- und Auslagerung

Beim Einlagerungsvorgang werden die Barcodes des Gebindes erfasst und mit den zuvor vom SAP-System ermittelten Daten verglichen. Anschließend wird die Palette zu einem der zehn Regalbediengeräte transportiert, das sie schließlich in das vom Lagerverwaltungssystem vorgegebene Fach einlagert.

Die Auslagerung erfolgt genauso präzise: Die Palette wird aus dem Hochregallager entnommen und über Knotenpunkte zur Produktion beziehungsweise zum Versand weitergeleitet. Dabei sind die Bahnen so angeordnet, dass der Gabelstapler sie in einer einheitlichen Richtung abnehmen kann.

Die Steuerung dieser hochkomplexen Vorgänge erfolgt mit einer eigens entwickelten Software, während Einlagerung, Produktionsversorgung und Versandauslagerung mit SAP gesteuert werden. Eine Online-Schnittstelle sorgt für permanenten Datenaustausch. Dabei ist das System konsequent an den Bedürfnissen der MAHLE Kunden im Aftermarket ausgerichtet und beispielsweise in der Lage, alle Paletten eines Lkws zu einer Sendung zusammenzuführen, kundenspezifische Versandlabels zu drucken und die Packmittellogistik zu optimieren – unter anderem mit eigener Auftragsreservierung oder der Lagerverwaltung von Verpackungssets.

Der nächste Schritt: Build-to-Order

Um die Kunden im Aftermarket auch künftig optimal zu bedienen, ist noch mehr Schnelligkeit und Flexibilität gefragt. Daher arbeitet MAHLE an einem neuartigen Build-to-Order-System, das auf das Abrufverhalten des Handels ausgerichtet ist. Anstatt die Filter wie bislang fix und fertig verpackt und gelabelt zu lagern, werden sie dann unverpackt als Halbfertigware auf Vorrat gehalten und bedarfsorientiert durch Bedruckung und Verpackung fertiggestellt. Ehrgeiziges Ziel ist eine Durchlaufzeit von drei Arbeitstagen vom Bedarfseingang bis zur Auslieferung. Das Hochregallager wird somit vom Vorratslager zum Bestandteil des automatischen Produktionsprozesses. Über die angeschlossene Fördertechnik und ein spezielles Produktionspufferlager wird eine Just-in-time-Belieferung erreicht.

Der MAHLE Konzern ist einer der 30 weltweit größten Automobilzulieferer. Mit den beiden Geschäftsbereichen Motorsysteme und -komponenten sowie Filtration und Motorperipherie zählt MAHLE weltweit zu den Top-3-Systemanbietern von Kolbensystemen, Zylinderkomponenten, Ventiltrieb-, Luftmanagement- und Flüssigkeitsmanagement-Systemen. In dem neuen Geschäftsbereich MAHLE Industry werden die Industrieaktivitäten von MAHLE gebündelt. Dazu zählen die Bereiche Großmotoren, Industriefiltration sowie Kühl- und Klimatisierungssysteme. MAHLE erzielte 2009 einen Umsatz von circa 3,9 Mrd. EUR und beschäftigt rund 43.000 Mitarbeiter an über 100 Produktionsstandorten und in 8 Forschungs- und Entwicklungszentren.